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LinkedIn Matched Audiences

LinkedIn Ads

Definition

LinkedIn Matched Audiences sind eigene Zielgruppen, die Sie aus Ihren First-Party-Daten aufbauen statt aus den Standard-Targeting-Attributen von LinkedIn. Sie erreichen damit Personen, die Ihre Website besucht haben, auf einer hochgeladenen Kontakt- oder E-Mail-Liste stehen oder bei Unternehmen einer Account-Liste arbeiten. Damit bilden sie die Grundlage für Retargeting und Account-based Marketing auf LinkedIn.

Das Standard-Targeting von LinkedIn nutzt Attribute, die LinkedIn über seine Mitglieder bereits kennt, etwa Jobtitel, Seniorität, Branche und Unternehmensgröße. Matched Audiences funktionieren anders. Sie beginnen mit Daten, die Sie bereits besitzen, und gleichen diese mit der Mitgliederbasis von LinkedIn ab, sodass Ihre Anzeigen genau die Personen oder Accounts erreichen, die für Sie relevant sind. So verschiebt sich der Fokus von kalter Neukundenansprache hin zur erneuten Ansprache warmer Kontakte und zum Targeting benannter Accounts.

Es gibt drei zentrale Typen. Website Audiences entstehen, indem Sie das LinkedIn Insight Tag auf Ihrer Website einbinden und Besucher auf Basis der aufgerufenen Seiten erneut ansprechen. Contact List Audiences erstellen Sie durch das Hochladen einer Liste mit E-Mail-Adressen, die LinkedIn mit Mitgliedsprofilen abgleicht. Company List Audiences erstellen Sie durch das Hochladen einer Liste mit Unternehmensnamen oder Domains, was die praktische Grundlage für Account-based Marketing auf der Plattform ist.

Da Matched Audiences Ihre Daten mit denen von LinkedIn kombinieren, erzielen sie in der Regel eine höhere Relevanz und, gerade beim Retargeting, niedrigere Kosten pro Lead als breite Neukundenansprache. Eine Person, die bereits eine Preisseite gelesen oder einen Leitfaden heruntergeladen hat, steht näher an einer Entscheidung. Sie mit einer gezielten Botschaft erneut anzusprechen, konvertiert daher meist besser, als jemanden zum ersten Mal zu erreichen.

Matched Audiences dienen nicht nur dem direkten Abverkauf. Sie können damit bestehende Kunden ausschließen, firmografische Filter über eine Account-Liste legen, um die richtigen Rollen innerhalb der Zielunternehmen zu erreichen, oder lookalike-ähnliche Erweiterungen aufbauen. Der größte Wert entsteht, wenn Sie sie als flexible Datenschicht und nicht als einzelne Taktik behandeln.

Häufige Fragen

Website Audiences für das Retargeting von Besuchern über das LinkedIn Insight Tag, Contact List Audiences durch das Hochladen von E-Mail-Adressen und Company List Audiences durch das Hochladen von Unternehmensnamen oder Domains für Account-based Marketing.

LinkedIn verlangt rund 300 gematchte Mitglieder, bevor eine Matched Audience Anzeigen ausspielt. Das schützt die Privatsphäre der Mitglieder. Enge Account- oder Kontaktlisten müssen oft kombiniert oder über Attributschichten verbreitert werden, um die Schwelle zu erreichen.

Sie können es sein, doch Listen-Uploads bringen Pflichten mit sich. Sie brauchen eine gültige Rechtsgrundlage, um Kunden-E-Mail-Adressen für Werbung zu nutzen, Ihre Datenschutzerklärung sollte die Praxis offenlegen, und Website Audiences erfordern ein funktionierendes Consent-Banner, damit das Insight Tag nur bei Einwilligung auslöst. Behandeln Sie hochgeladene Listen durchgehend als personenbezogene Daten.

Eine Contact List spricht konkrete Personen an, indem ihre E-Mail-Adressen mit LinkedIn-Profilen abgeglichen werden. Eine Company List spricht Unternehmen an, indem Namen oder Domains abgeglichen werden und dann dort tätige Mitglieder erreicht werden. Contact Lists eignen sich für bekannte Leads, Company Lists für Account-based-Programme gegen benannte Accounts.

Retargeting- und ABM-Zielgruppen richtig aufbauen

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