Google Ads vs LinkedIn Ads für B2B-Lead-Generierung
B2B-Werbetreibende stehen vor einer grundlegenden Entscheidung: Nachfrage über Google Search abfangen oder Entscheidungsträger direkt auf LinkedIn ansprechen. Google Ads erreicht Menschen genau dann, wenn sie aktiv nach Lösungen suchen. LinkedIn Ads erreicht Menschen aufgrund ihrer beruflichen Identität – Jobtitel, Unternehmensgröße, Branche und Seniorität.
Die Plattformen bedienen unterschiedliche Phasen der Buyer Journey und unterschiedliche B2B-Produkttypen. Ein SaaS-Tool, das ein bekanntes Problem löst, profitiert von Google Search Intent. Ein neues Produkt, das Aufklärung erfordert, profitiert von LinkedIn-Targeting, das Content direkt vor die richtigen Personen bringt.
Dieser Vergleich hilft B2B-Marketern zu entscheiden, wo sie zuerst investieren und wie sie beide Plattformen für Full-Funnel-Abdeckung kombinieren können.
Direkter Vergleich
| Merkmal | Google Ads | Google Ads |
|---|---|---|
| Cost per Click | 2–12 € (B2B-Durchschnitt) | 5–15 € oder mehr (höherer Mindestwert) |
| Cost per Lead | 30–150 € je nach Branche | 50–200 €+ aber potenziell höhere Qualität |
| Targeting | Keyword-Intent + Zielgruppensignale | Jobtitel, Unternehmen, Seniorität, Skills, Branche |
| Kaufabsicht | Hoch – aktives Suchverhalten | Niedrig bis mittel – passives Entdecken beim Browsen |
| Am besten für | Bekannte Problemkategorien, Bottom-Funnel | Account-Based Marketing, neue Kategorien, Top-Funnel |
| Lead-Qualität | Variiert – hohe Intent, aber Rolle unbekannt | Präzise – Titel und Unternehmen vor dem Klick bekannt |
Stärken von Google Ads
- Erreicht Personen genau in dem Moment, in dem sie nach deiner Art von Lösung suchen
- Niedrigere Cost-per-Click als LinkedIn in den meisten B2B-Kategorien
- Schnellerer Weg zur Conversion – Suchende sind näher an einer Kaufentscheidung
- Skaliert gut für Kategorien mit etabliertem Suchvolumen (CRM, Buchhaltung, Cybersecurity)
- Besser für das Abfangen von Wettbewerbsrecherche bei Entscheidern, die Alternativen vergleichen
Stärken von Google Ads
- Unerreichtes professionelles Targeting – z. B. CMOs bei Unternehmen mit 500+ Mitarbeitern in SaaS
- Ideal für Account-Based Marketing, bei dem du spezifische Unternehmen ansprechen möchtest
- Lead Gen Forms mit vorausgefüllten LinkedIn-Profildaten reduzieren Reibung und steigern Conversion-Rates
- Effektiv für die Bewerbung von Gated Content, Webinaren und Thought Leadership
- Aufbau von Markenbekanntheit bei Entscheidungsträgern, bevor sie aktiv suchen
Wann Google Ads nutzen
Google Ads ist der richtige Erstkanal, wenn dein B2B-Produkt ein Problem löst, nach dem Menschen bereits suchen. Wenn potenzielle Kunden Phrasen wie "Projektmanagement-Software für Agenturen" oder "DSGVO-Compliance-Tool" googeln, musst du dort präsent sein. Google ist auch stärker für Wettbewerbsbegriffe, wo Interessenten Lösungen aktiv vergleichen.
Wann Google Ads nutzen
LinkedIn Ads ist die richtige Wahl, wenn du genau weißt, wer dein Käufer ist, aber dieser noch nicht aktiv sucht. Wenn du an eine spezifische ICP verkaufst – etwa VP of Engineering bei Series-B-Startups – bringt LinkedIn deine Botschaft direkt vor die richtigen Personen. Es ist außerdem die stärkste Plattform für Content-Marketing-Distribution im B2B.
Unser Fazit
Für B2B-Unternehmen mit vorhandener Suchnachfrage beginne mit Google Ads. Das Intent-basierte Targeting liefert Leads, die im Kaufprozess weiter fortgeschritten sind, und der Cost per qualifiziertem Lead ist typischerweise niedriger als bei LinkedIn für etablierte Kategorien.
Für B2B-Unternehmen in neuen Kategorien oder solche, die Account-Based Marketing betreiben, bietet LinkedIn eine Targeting-Präzision, die Google nicht erreichen kann. Der höhere CPL ist oft durch überlegene Lead-Qualität gerechtfertigt – die richtigen Entscheidungsträger zu erreichen ist mehr wert als zehn unklare Klicks.
Die effektivste B2B-Paid-Media-Strategie kombiniert beide: Google Ads für Bottom-Funnel-Capture, LinkedIn für Top-Funnel-Awareness und ABM. Wenn du nur in einen Kanal investieren kannst, entscheide danach, ob deine Käufer nach Lösungen suchen (Google) oder nach Rolle angesprochen werden müssen (LinkedIn).
Häufige Fragen
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LinkedIn hat eine kleinere, aber sehr wertvolle professionelle Nutzerbasis. B2B-Werbetreibende konkurrieren alle um dieselben Entscheidungsträger, was die Auktionspreise treibt. Die Kosten sind relativ – wenn ein qualifizierter B2B-Lead einen Vertragswert von 50.000 € hat, kann ein CPL von 150 € auf LinkedIn sehr rentabel sein.
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LinkedIn ist primär eine Top- und Mid-Funnel-Plattform. Direkte Conversions kommen vor, sind aber weniger häufig als bei Google. LinkedIn funktioniert am besten für Demo-Anfragen, Free Trials und Content-Downloads, die deine Sales-Pipeline speisen.
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Ja. LinkedIn Website-Retargeting ermöglicht es dir, Anzeigen an Fachleute auszuspielen, die deine Website besucht, aber nicht konvertiert haben. Da LinkedIn deren Jobtitel und Unternehmen kennt, kannst du Retargeting nach ICP-Fit segmentieren.
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Installiere den LinkedIn Insight Tag und verwende UTM-Parameter auf allen LinkedIn-Ad-URLs. Tracke Conversions in GA4 über UTM-zugeordnete Sessions. Vergleiche LinkedIn-gemeldete Conversions mit GA4-Daten, um die Plattform-Attributionslücke auszugleichen.
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