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Google Ads oder Pinterest Ads: Aktive Suche oder Kaufplanung?

Die kurze Antwort: Google Ads konvertiert Menschen, die jetzt eine Lösung brauchen. Pinterest Ads erreicht Menschen, die einen Kauf Wochen oder Monate im Voraus planen. Für die meisten Unternehmen gehört der erste Euro zu Google, weil die Kaufabsicht dort unmittelbar und messbar ist. Pinterest verdient sich seinen Platz als zweiter Kanal in visuellen B2C-Kategorien wie Wohnen, Food, Mode, Hochzeit und DIY, wo Käufer lange vor dem Kauf Ideen sammeln.

Pinterest ist im Kern eine Suchmaschine im Tarnanzug: Nutzer tippen Suchanfragen, stöbern durch visuelle Ergebnisse und speichern, was ihnen gefällt. Das bringt mehr Kaufabsicht mit als ein klassischer Social Feed, nur eben früher im Kaufprozess. Gleichzeitig macht es Pinterest ungewöhnlich günstig: CPCs liegen oft zwischen 0,10 und 1,50 Euro, während Such-Klicks bei Google meist 1 bis 4 Euro kosten, in umkämpften Branchen deutlich mehr.

Auf dieser Seite vergleichen wir beide Kanäle bei Kosten, Targeting, Kaufintention, Creative-Aufwand, Zeit bis Ergebnis und Mindestbudget, mit einer klaren Empfehlung je Geschäftsmodell. Am Ende weißt du genau, wann Pinterest ein Schnäppchen ist und wann es leise Budget verbrennt.

Direkter Vergleich

Merkmal Google Ads Pinterest Ads
Kostenmodell CPC-Auktion auf Suchbegriffe; CPM und CPV im Displaynetzwerk und auf YouTube CPC- und CPM-Auktionen auf Keywords, Interessen und Zielgruppen
Typische Kosten (Erfahrungswerte) Such-CPCs von 1 bis 4 Euro in den meisten Branchen, in umkämpften Nischen deutlich mehr CPCs oft 0,10 bis 1,50 Euro, CPMs etwa 2 bis 6 Euro
Targeting Keywords, Remarketing, Kundenlisten und kaufbereite Zielgruppen Suchbegriffe auf Pinterest plus Interessen, Pinnwände und Lookalike-Zielgruppen
Kaufintention Unmittelbar: Nutzer wollen jetzt eine Lösung Planungsintention: echtes Kaufinteresse, aber Wochen oder Monate vor dem Kauf
Funnel-Phase Mittlerer und unterer Funnel, Nachfrage abholen Oberer und mittlerer Funnel, Discovery und Inspiration
Creative-Aufwand Mittel: Anzeigentexte, Assets und Produktfeeds Mittel: hochwertige statische Visuals und kurze Videos, Creatives nutzen sich deutlich langsamer ab
Zeit bis Ergebnis Tage bis Wochen, Suchdaten sind schnell belastbar Langsamer Aufbau: vier bis acht Wochen, dafür liefern Pins monatelang Impressionen
B2B/B2C-Eignung Stark für B2B und B2C Fast ausschließlich B2C, Zielgruppe überwiegend weiblich und in visuellen Kategorien
Messbarkeit Stark: Tracking auf Keyword-Ebene und saubere Conversion-Attribution Eingeschränkt: lange Conversion-Fenster und View-Through-Einfluss verlangen Geduld und API-Tracking
Sinnvolles Mindestbudget Ab etwa 1.000 Euro pro Monat Machbar ab etwa 500 bis 1.000 Euro pro Monat

Stärken von Google Ads

  • Konvertiert unmittelbare Nachfrage mit hoher Kaufabsicht: wer sucht, will jetzt handeln
  • Planbare Prognosen durch Suchvolumen, Impression Share und historische CPC-Daten
  • Reporting auf Keyword-Ebene zeigt präzise, welche Suchanfragen Geld verdienen und welche nicht
  • Passt zu fast jedem Geschäftsmodell, von B2B-Lead-Gen über lokale Dienstleister bis E-Commerce
  • Shopping-Kampagnen plus Suche decken für Händler den kompletten Kaufmoment ab

Stärken von Pinterest Ads

  • Sehr niedrige Klickpreise, CPCs oft zwischen 0,10 und 1,50 Euro
  • Nutzer kommen mit echten Kaufplänen: Hochzeit, Wohnprojekte, saisonale Anlässe
  • Pins haben eine lange Lebensdauer und liefern noch Monate nach dem Start Impressionen
  • In den meisten Kategorien deutlich weniger Wettbewerb als bei Google oder Meta
  • Keyword-Targeting plus visuelle Discovery passt ungewöhnlich gut zu E-Commerce-Katalogen

Wann Google Ads nutzen

Setz auf Google Ads, wenn nach deinem Angebot aktiv gesucht wird und du Umsatz auf planbarer Zeitschiene brauchst. Lead-Generierung, B2B, lokale Dienstleister und Onlineshops mit bestehender Produktnachfrage starten immer bei Google. Auch wenn dein Budget nur einen Kanal hergibt, ist Google die richtige Wahl, denn Nachfrage abzuholen zahlt sich am schnellsten zurück.

Wann Pinterest Ads nutzen

Setz auf Pinterest Ads, wenn du visuelle B2C-Produkte in Kategorien verkaufst, die geplant werden: Einrichtung, Food, Mode, Beauty, Hochzeit, Basteln oder saisonale Geschenke. Der Kanal belohnt Marken, die in Saisons denken und hochwertige Visuals früh ausspielen, denn Nutzer planen Weihnachten ab September und Hochzeiten bis zu einem Jahr im Voraus.

Unser Fazit

Für Onlineshops in visuellen Kategorien lautet die Reihenfolge: zuerst Google, dann Pinterest. Google Shopping und Suchkampagnen holen die vorhandene Nachfrage ab und zahlen sich am schnellsten zurück. Sobald dein Anteil an möglichen Impressionen auf den wichtigsten Keywords hoch ist und zusätzliche Klicks teuer werden, wird Pinterest zur wirklich günstigen Quelle für neue Nachfrage statt zur Ablenkung.

Für B2B, SaaS und die meisten Dienstleister ist Pinterest das falsche Werkzeug, hier gewinnt Google Ads klar. Die Ausnahme sind Dienstleister in visuellen Planungsnischen, etwa Hochzeitsfotografen, Innenarchitekten oder Caterer, die ihre Kunden auf Pinterest Monate vor der ersten Google-Suche erreichen.

Verkaufst du Saisonware, plane Pinterest-Kampagnen deutlich vor dem Peak: Weihnachtsideen werden ab September gespeichert, Hochzeiten bis zu einem Jahr vorher geplant. Bewerte Pinterest über 60 bis 90 Tage mit entsprechend langen Conversion-Fenstern, lass Brand- und Shopping-Kampagnen bei Google weiterlaufen, um die geweckte Nachfrage einzusammeln, und vergleiche beide Kanäle über die gesamten Kundengewinnungskosten.

Häufige Fragen

Pro Klick fast immer. CPCs zwischen 0,10 und 1,50 Euro sind auf Pinterest üblich, während Such-Klicks bei Google meist 1 bis 4 Euro kosten. Der Preis dafür ist Zeit: Pinterest-Nutzer planen und kaufen nicht heute, Conversions kommen über Wochen verteilt. Vergleiche Kundengewinnungskosten über 60 bis 90 Tage, nicht über eine einzelne Woche.

Die Zielgruppe ist überwiegend weiblich, etwa zwischen 25 und 55, mit starken Schwerpunkten bei Wohnen, Food, Mode, Beauty, Hochzeit, Basteln und Familie. Das sind Planer mit echtem Budget, die Ideen für Käufe speichern, die sie wirklich vorhaben. Passt dein Produkt in diese Welten, ist die Qualität der Zielgruppe hervorragend, sonst konvertieren die günstigen Klicks selten.

Fast nie als Hauptkanal. Es gibt kein Targeting auf Jobtitel oder Firma, und das Planungsverhalten dreht sich um private Projekte. Die schmale Ausnahme sind B2B-Angebote rund um visuelle Planung, etwa Event-Dienstleistungen oder Design-Tools, wo Pinnwände anstehende Projekte verraten.

Rechne mit vier bis acht Wochen, bevor du die Performance bewertest. Conversions folgen den Klicks mit Tagen oder Wochen Abstand, weil Nutzer jetzt speichern und später kaufen. Der Vorteil: beworbene Pins sammeln noch lange nach Kampagnenende Impressionen und Saves, was die effektiven Kosten stetig senkt.

Für visuellen E-Commerce ja. Pinterest sät Nachfrage früh in der Planungsphase, und ein Teil davon kommt später als Marken- oder Produktsuche bei Google zurück. Halte Brand- und Shopping-Kampagnen aktiv, damit diese Nachfrage bei dir landet, und bewerte beide Kanäle zusammen statt isoliert. Achte dabei auf ein DSGVO-konformes Tracking-Setup mit ausreichend langen Conversion-Fenstern.

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