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Wie erstelle ich eine Google Shopping Kampagne?

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Die kurze Antwort

Um eine Google Shopping Kampagne zu erstellen, richtest du ein Google Merchant Center ein, lädst einen Produktfeed mit korrekten Titeln, Preisen und Verfügbarkeit hoch, verknüpfst das Merchant Center mit Google Ads und baust dann eine Standard-Shopping- oder Performance-Max-Kampagne mit tROAS-Gebotsstrategie.

Google Shopping Anzeigen zeigen Produktbild, Preis und Shop-Name direkt in den Suchergebnissen, deshalb konvertieren sie im E-Commerce so gut. Aber Shopping unterscheidet sich in einem zentralen Punkt von Textanzeigen: Du wählst keine Keywords. Google entscheidet allein anhand deines Produktfeeds, wann deine Produkte erscheinen. Das heißt: Der Feed ist die Kampagne. Ein unsauberer Feed mit vagen Titeln und fehlenden Attributen deckelt deine Leistung still, egal wie gut dein Bidding ist. Die eigentliche Arbeit passiert also im Merchant Center, nicht in der Kampagne selbst.

Starte mit einem Google-Merchant-Center-Konto und bestätige und beanspruche deine Website. Im Merchant Center liegen deine Produktdaten, und Google prüft hier, ob dein Shop die Richtlinien erfüllt (klare Preise, Widerrufsbelehrung, funktionierender Checkout, korrekter Versand). Nutzt du Shopify, WooCommerce oder die meisten großen Systeme, gibt es eine App oder Integration, die deinen Katalog automatisch ins Merchant Center schiebt und synchron hält. Das ist deutlich besser als ein manueller Tabellen-Feed, der veraltet, sobald sich Preis oder Lagerbestand ändert.

Dein Produktfeed ist der größte Hebel für die Shopping-Leistung. Produkttitel sollten vorn beginnen, wonach Menschen wirklich suchen: Marke, Produkttyp, Schlüsselattribut, dann Modell. Ein Titel wie Nike Air Zoom Pegasus 41 Herren Laufschuh Schwarz schlägt jedes Mal das bloße Pegasus 41, weil er mehr Suchanfragen trifft. Fülle GTIN, Marke, Produkttyp, Farbe, Größe und die Google-Produktkategorie aus. Nutze hochwertige Bilder auf weißem Hintergrund. Halte Preis und Verfügbarkeit korrekt, denn eine Abweichung zwischen Feed und Seite führt zu Ablehnungen.

Ist der Feed freigegeben, verknüpfst du das Merchant Center mit deinem Google-Ads-Konto und wählst den Kampagnentyp. Standard Shopping gibt dir transparente Kontrolle: Du siehst genau, welche Produkte und Suchbegriffe Geld ausgeben, und kannst nach Produkt in Prioritätsstufen segmentieren. Performance Max fasst Shopping in eine automatisierte Kampagne, die zusätzlich Display, YouTube und Gmail bespielt. PMax bringt oft mehr Volumen, verbirgt aber, wohin das Geld fließt. Für eine erste Kampagne oder ein knappes Budget ist Standard Shopping leichter zu steuern und daraus zu lernen.

Beim Bidding startest du nicht am ersten Tag mit Ziel-ROAS. Google braucht Conversion-Historie, um ein ROAS-Ziel zu treffen, und ein zu früh erzwungenes Ziel hungert die Kampagne aus. Beginne mit Conversion-Wert maximieren (oder Klicks maximieren bei fast keiner Historie), lass zwei bis drei Wochen Conversions sammeln und wechsle dann zu Ziel-ROAS. Setz das Ziel anhand deiner echten Marge: Ein 4-facher ROAS bei 25 Prozent Marge ist die Gewinnschwelle, kein Gewinn. Kenn deine Zahlen, bevor du ein Ziel setzt.

Bei der Skalierung zählt die Struktur. Splittest du den Katalog nach Marge, Marke oder Bestseller-Status, kannst du Budget zu profitablen Produkten schieben und bei Verlustbringern zurücknehmen, statt einen gemittelten ROAS die Wahrheit verstecken zu lassen. Negative Keywords funktionieren in Standard Shopping weiterhin, um irrelevante Anfragen zu blocken. Und ein korrektes Conversion-Tracking mit Kaufwert ist Pflicht: Ohne Umsatz auf Artikelebene rät dein ROAS-Bidding nur. Sind Feed und Tracking sauber, wird Shopping einer der zuverlässigsten Kanäle im E-Commerce.

Schritt für Schritt

  1. Merchant-Center-Konto erstellen

    Melde dich mit deinen Geschäftsdaten im Google Merchant Center an. Trag Shop-Name, Land und Zeitzone ein. Hier liegen alle Produktdaten und Richtlinienprüfungen.

  2. Website bestätigen und beanspruchen

    Bestätige die Inhaberschaft deiner Domain (per GTM, Meta-Tag oder DNS) und beanspruche die URL. Google zeigt deine Produkte erst, wenn die Seite bestätigt ist und die Richtlinien erfüllt.

  3. Produktfeed bauen und hochladen

    Verbinde deinen Shop über eine Plattform-App (Shopify, WooCommerce) oder lade einen Feed hoch. Jedes Produkt braucht korrekte Titel, Preise, Verfügbarkeit, GTIN, Bilder und Google-Produktkategorie.

  4. Feed-Fehler und Ablehnungen beheben

    Öffne im Merchant Center den Bereich Produkte und behebe jede Ablehnung. Häufige Ursachen sind Preisabweichungen, fehlende GTIN, Bildprobleme und Richtlinienverstöße. Das vor dem Launch erledigen.

  5. Merchant Center mit Google Ads verknüpfen

    Verknüpfe im Merchant Center dein Google-Ads-Konto. Über diese Verbindung ziehen deine Kampagnen die Produkte direkt aus dem freigegebenen Feed.

  6. Kampagne erstellen

    Erstelle in Google Ads eine Standard-Shopping-Kampagne (für Kontrolle) oder Performance Max (für Reichweite). Bei erster Kampagne oder knappem Budget wähle Standard Shopping, um Ausgaben zu sehen und zu steuern.

  7. Gebote und Budget setzen

    Starte mit Conversion-Wert maximieren, nicht mit Ziel-ROAS. Setz ein Tagesbudget, das du zwei bis drei Wochen halten kannst, während die Kampagne Conversion-Daten sammelt.

  8. Struktur ergänzen und auf tROAS wechseln

    Nach zwei bis drei Wochen Conversions segmentierst du Produkte nach Marge oder Bestseller-Status und wechselst zu Ziel-ROAS auf einem Niveau, das deine Margen wirklich tragen.

Checkliste

  • Merchant-Center-Konto erstellt, Website bestätigt und beansprucht
  • Produktfeed über Plattform-Integration verbunden, kein veralteter Tabellen-Feed
  • Titel beginnen mit Marke, Typ und Schlüsselattributen
  • Jedes Produkt hat GTIN, Bild, Preis, Verfügbarkeit und Kategorie
  • Alle Feed-Ablehnungen vor dem Launch behoben
  • Merchant Center mit Google Ads verknüpft
  • Conversion-Tracking sendet Kaufwert, nicht nur eine Conversion-Zahl
  • Bidding startet mit Conversion-Wert maximieren, tROAS später

Häufige Fragen

Ja. Shopping setzt einen funktionierenden Online-Shop mit klaren Preisen, Checkout und Richtlinien zu Versand und Rückgabe voraus. Google prüft deine Seite im Merchant Center, bevor Produkte freigegeben werden. Eine Landingpage allein reicht nicht.

Nach Feed-Freigabe und Kampagnenstart erscheinen Produkte meist innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag. Die Feed-Prüfung selbst kann bei einem brandneuen Merchant-Center-Konto einige Tage dauern, also Vorlauf einplanen.

Starte mit Standard Shopping. Es zeigt dir genau, welche Produkte und Suchbegriffe Geld ausgeben, sodass du lernst, was funktioniert. Performance Max bringt mehr Reichweite, verbirgt aber Ausgaben, was die frühe Optimierung bei knappem Budget erschwert.

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