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Was ist eine gute Conversion Rate?

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Die kurze Antwort

Eine gute Conversion Rate haengt von Branche, Kanal und Intention ab. Im E-Commerce sind 2 bis 4 Prozent typisch, ueber 4 Prozent stark. Lead-Gen-Landingpages laufen oft mit 5 bis 15 Prozent. Markensuche konvertiert weit besser als kalter Display-Traffic. Vergleiche mit gleicher Intention und deinem Trend, nicht mit einem Durchschnitt.

Die eine gute Conversion Rate gibt es nicht, denn die Conversion Rate misst, wie gut ein bestimmtes Angebot zu einer bestimmten Zielgruppe in einem bestimmten Moment der Kaufabsicht passt. Dieselbe Seite kann bei kaltem Display-Traffic mit 1 Prozent und bei Markensuche mit 12 Prozent konvertieren, obwohl sich auf der Seite nichts geaendert hat. Die ehrliche Antwort lautet also: Gut ist eine Conversion Rate, die deine eigene Break-even-Rechnung schlaegt und ueber die Zeit steigt, gemessen an Traffic gleicher Intention. Trotzdem helfen Benchmarks zur Einordnung, deshalb hier realistische Spannen.

Im E-Commerce ist eine seitenweite Conversion Rate von 2 bis 4 Prozent typisch, ueber 4 Prozent gilt als stark, die besten Shops erreichen 5 Prozent oder mehr. Seitenweite Zahlen sind aber grob: Eine Produktseite konvertiert vielleicht mit 8 Prozent, waehrend die Startseite unter 1 Prozent liegt, und ein Checkout, der die Leute bei den Versandkosten verliert, zieht alles nach unten. Auch Warenkorbwert und Traffic-Mix zaehlen. Ein Shop voller kaltem Social-Traffic zeigt eine niedrigere Rate als einer, der von Marken- und Kategoriesuche lebt, und keiner von beiden ist falsch.

Lead-Generierung konvertiert meist hoeher als E-Commerce, weil die Huerde kleiner ist: ein Formular, keine Zahlung. Eine fokussierte Lead-Gen-Landingpage laeuft oft mit 5 bis 15 Prozent, und eine eng abgestimmte Anzeige-zu-Seite-Erfahrung bei kaufnahen Suchen kann noch hoeher liegen. B2B mit laengeren Formularen und Qualifizierungsfragen liegt niedriger, oft bei 2 bis 8 Prozent, weil du bewusst auf Qualitaet filterst. Konvertiert dein B2B-Formular mit 20 Prozent, sammelst du vielleicht eher Mülleimer-Leads als Erfolge, lies die Conversion Rate also immer zusammen mit der Lead-Qualitaet.

Kanal und Intention bewegen die Zahl staerker als alles andere. Markensuche (Menschen tippen deinen Firmennamen) konvertiert regelmaessig mit 10 Prozent oder weit mehr und sollte nie mit kalter Neukundenwerbung verrechnet werden. Retargeting konvertiert deutlich ueber kaltem Traffic. Top-of-Funnel-Display und breiter Social-Traffic liegen oft unter 1 Prozent, und das kann trotzdem profitabel sein, wenn es guenstigere Conversions weiter unten im Funnel speist. Deshalb ist eine einzelne blended Conversion Rate fuer Entscheidungen fast nutzlos: Segmentiere nach Kanal und Intention, sonst ziehst du falsche Schluesse.

Mobil gegen Desktop ist eine weitere Trennung, die du im Blick haben solltest. Mobiler Traffic ist meist groesser, konvertiert aber niedriger, oft nur halb so hoch wie Desktop, weil Formulare und Checkout auf dem Handy schwerer sind. Liegt deine mobile Conversion Rate drastisch unter Desktop, ist das kein Benchmark-Problem, sondern ein Usability-Problem, das sich lohnt zu beheben: Ladezeit, Formularlaenge, Zahlarten und Tap-Flaechen. Viele Accounts finden hier die schnellsten Gewinne, nicht im Gebotsmanagement.

Ist deine Conversion Rate also gut? Vergleiche sie mit derselben Traffic-Art, beobachte den Trend statt einer Momentaufnahme, und knuepfe sie daran, ob die resultierenden Kosten pro Conversion deine Marge schlagen. 1,5 Prozent auf profitablem, skalierbarem Traffic schlagen 6 Prozent auf einem Kanal, den du nicht wachsen lassen kannst. Liegt deine Rate fuer dein Modell unter den Spannen oben, hilft meist Angebot, Botschaftsabgleich und Seitenerlebnis, und genau dort zahlt sich ein conversion-fokussiertes Audit aus.

Checkliste

  • Conversion Rate nach Kanal und Intention segmentieren, nie alles vermischen
  • Mit gleicher Intention vergleichen, nicht mit einem Branchendurchschnitt
  • Den Trend ueber die Zeit beobachten, nicht eine Momentaufnahme
  • Mobil gegen Desktop getrennt auf Usability-Luecken pruefen
  • Die Rate an die Kosten pro Conversion gegen deine Marge knuepfen

Häufige Fragen

Eine neue Seite mit kaltem, ungezieltem Traffic konvertiert anfangs oft unter 1 bis 2 Prozent. Das ist normal. Die Conversion Rate steigt, sobald du das Targeting schaerfst, den Abgleich zwischen Anzeige und Seite verbesserst und Reibung im Formular oder Checkout entfernst.

Mobil konvertiert fast immer niedriger, weil Formulare, Zahlung und Navigation auf kleinem Bildschirm schwerer sind. Ein grosser Abstand deutet meist auf ein Usability-Problem: lange Ladezeiten, lange Formulare, fehlende mobile Zahlarten oder kleine Tap-Flaechen, alles behebbar.

Manchmal. Ein B2B-Formular mit 20 Prozent sammelt vielleicht unqualifizierte Leads, und ein Ausschlag kann auch kaputtes Tracking bedeuten, das Events doppelt zaehlt. Lies die Conversion Rate immer zusammen mit Lead-Qualitaet oder Umsatz, nie isoliert.

Fragst du dich, ob deine Conversion Rate dich ausbremst?

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