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ROI (Return on Investment)

Kennzahlen & KPIs

Definition

Der ROI (Return on Investment) misst den Nettogewinn einer Investition im Verhältnis zu ihren Kosten, ausgedrückt in Prozent. Im Marketing beantwortet er eine Frage: Hat diese Ausgabe mehr Geld eingebracht, als sie verschlungen hat? Ein positiver ROI bedeutet, die Kampagne hat sich gerechnet.

Der ROI ist die ehrlichste Zahl im Marketing, weil er die Kosten einbezieht und nicht nur den Umsatz. Eine Kampagne kann einen starken Umsatz ausweisen und trotzdem Geld verlieren, sobald du Produktion, Gebühren und Wareneinsatz abziehst. Der ROI nimmt der Sache den schönen Schein und zeigt, was am Ende wirklich auf dem Konto landet.

Teams verwechseln ROI und ROAS, weil beide Erträge mit Ausgaben vergleichen. Der ROAS betrachtet nur Umsatz gegen Werbeausgaben, deshalb klingt ein ROAS von 4:1 super, bis du dich daran erinnerst, dass ein Produkt mit 30 Prozent Marge bei diesem Verhältnis trotzdem unprofitabel sein kann. Der ROI rechnet mit Gewinn und zwingt dich, Margen, Versand, Retouren und Gemeinkosten mit einzubeziehen. Genau deshalb gehört in jedes seriöse Performance-Reporting beides nebeneinander.

Der ROI hängt außerdem stark vom gewählten Zeitfenster ab. Ein heute gewonnener Neukunde geht beim ersten Kauf vielleicht nur auf null, wird über ein Jahr mit Folgekäufen aber hochprofitabel. Wenn du eine Kampagne allein am ROI des ersten Tages misst, hungerst du genau die Kanäle aus, die deine wertvollsten Kunden bringen. Kombiniere den ROI deshalb mit dem Customer Lifetime Value, statt dich auf eine Momentaufnahme zu verlassen.

Weil der ROI eine Prozentzahl ist, kannst du Investitionen sehr unterschiedlicher Größe vergleichen. Ein Test über 1.000 Euro und eine Skalierungskampagne über 100.000 Euro lassen sich auf derselben Skala einordnen. Das macht den ROI zur natürlichen Sprache für Budgetentscheidungen und Geschäftsführungs-Reports.

Formel

ROI = ((Umsatz oder Gewinn − Investitionskosten) ÷ Investitionskosten) × 100

Beispiel

Eine Google-Ads-Kampagne gibt im Monat 8.000 Euro aus und erzeugt 32.000 Euro Umsatz. Nach Abzug von 19.200 Euro Wareneinsatz (Produkt mit 40 Prozent Marge) und 1.000 Euro für Agentur und Tools beträgt der Nettogewinn 32.000 − 19.200 − 8.000 − 1.000 = 3.800 Euro. ROI = (3.800 ÷ 9.000) × 100 = rund 42 Prozent.

Als ROAS dargestellt sähe dieselbe Kampagne nach 32.000 ÷ 8.000 = 4:1 aus, also doppelt so gesund wie das echte Bild. Genau deshalb verhindert ein margenbewusster ROI, dass du eine Kampagne skalierst, die beim Gewinn in Wahrheit dünn ist.

Häufige Fragen

Der ROAS vergleicht nur Umsatz mit Werbeausgaben, der ROI vergleicht Gewinn mit den Gesamtkosten. Ein ROAS von 4:1 kann trotzdem einen negativen ROI bedeuten, sobald Wareneinsatz, Gebühren und Gemeinkosten abgezogen sind. Nutze ROAS für schnelle Gebotsentscheidungen und ROI für echte Profitabilität.

Das hängt vollständig von deinen Margen und deinem Geschäftsmodell ab. Ein margenstarkes Software-Produkt kann bei 30 Prozent ROI gesund sein, während ein margenschwacher Händler deutlich mehr braucht, um seine Kosten zu decken. Der ehrliche Maßstab ist dein eigener Break-even, kein Branchendurchschnitt.

Weil der ROAS alle Kosten jenseits des Mediabudgets ignoriert. Sobald du Wareneinsatz, Versand, Retouren, Agenturgebühren und Tools einrechnest, schrumpft der echte Gewinn. Sind diese Kosten im Verhältnis zur Marge groß, kann ein starker ROAS einen schwachen oder negativen ROI verdecken.

Miss den ROI, der wirklich auf deinem Konto landet

Wir bauen margenbewusstes Tracking und Reporting, damit du die Kampagnen skalierst, die echten Gewinn bringen, nicht nur die mit dem schmeichelhaften ROAS. Lass uns deine Zahlen prüfen.